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Die Reiterstadt Verden

„Gaudemus equis – Wir haben Freude am Pferd“

Dieser Spruch auf einer Gedenkplatte von 1815 – heute im Eingangsbereich des Deutschen Pferdemuseums zu sehen – erinnert an die jahrhundertealte Verbundenheit der Menschen mit den Pferden in der Region Verden. Der auf dem Stein genannte Joh. Hinrich Oelfke hat seine Pferde erfolgreich vor der Beschlagnahmung durch die napoleonischen Truppen bewahren können und zum Dank diese Inschrift über das Portal seines Hauses gesetzt.

Und auch heute ist die Pferdebegeisterung in dieser Stadt außerordentlich hoch.  Man könnte glatt auf die Idee kommen, Verden mit „PF“ zu schreiben. Die Kreisstadt hat sich zu einem international bekannten Zentrum der Pferdezucht, des Sports und vieler Aktivitäten rund um das Pferd entwickelt und ist vor allem bekannt durch ihre hochkarätigen Reitsportveranstaltungen, wie das Internationale Dressur- und Springfestival mit der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde, das Breitensportfestival Verdiana und die Auktionen des Hannoveraner Verbandes, die Publikum aus allen Ländern der Welt anziehen.

Seit den 1930er Jahren schmückt sich die Stadt Verden mit dem Zusatz „Reiterstadt". Schon damals war Verden ein überregional bedeutender Turnieraustragungsort. In den Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg wurden die "Verdener Großturniere" zur überregionalen Attraktion. An den Turniertagen kamen bis zu 50.000 Besucherinnen und Besucher in die Stadt, in der damals etwa 10.000 Menschen lebten.
Von herausragender Bedeutung war das Turnier im Jahr 1936 als Sichtungsort für die Olympischen Spiele von Berlin und entsprechend hochkarätig war das Starterfeld. Neben den besten deutschen Reiterinnen und Reitern startete die amerikanische, die rumänische und die ungarische Olympiamannschaft. Das Turnier dauerte neun Tage und die Ausschreibung umfasste 63 Prüfungen. Schon damals durften Schaunummern und ein großes Prachtfeuerwerk auf gar keinen Fall fehlen.

Im Jahr 1949 organisierte Hans Joachim Köhler erstmalig eine „Elite Auktion“ des "Verbandes Hannoverscher Warmblutzüchter". Neu daran war, dass die Pferde vor dem Verkauf von einer Kommission ausgewählt wurden und vor der Auktion ein mehrwöchiges Training durchliefen. Heute sind die Auktionen gewissermaßen das Schaufenster der inzwischen weltweit bekannten Hannoveraner Zucht.

Wer nach Verden kommt, merkt schnell, dass das Pferdemekka an der Aller den Titel „Reiterstadt“ wirklich zu Recht trägt. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass das Deutsche Pferdemuseum, als bundesweit zentrales Museum zur Kulturgeschichte des Pferdes, hier seinen Sitz hat.


 

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Weitere Infos

Weitere Infos für Ihren Besuch in der Reiterstadt erhalten Sie hier:

www.verden.de


Tipp

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